Die unterirdischen Städte Kappadokiens

A carved passage in the Kaymaklı underground city

Unter den Feenkaminen verbirgt Kappadokien eine zweite Welt — riesige, in den weichen Fels nach unten gegrabene Städte, in denen einst ganze Gemeinschaften Schutz vor Invasionen suchten. Derinkuyu und Kaymaklı sind die beiden, die Sie besichtigen können; hier erfahren Sie, was sie sind, welche Sie wählen sollten und wie Sie sie sehen.

Was sind die unterirdischen Städte?

Kappadokiens weicher vulkanischer Tuff lässt sich leicht aushöhlen, daher gruben die Menschen über Jahrtausende nicht nur nach oben in die Kamine, sondern auch nach unten in den Boden. Das Ergebnis ist ein Netzwerk mehrstöckiger unterirdischer Städte — Lüftungsschächte, Brunnen, Ställe, Küchen, Weinpressen, Kapellen und Lagerräume, alle durch enge Tunnel verbunden und mit großen rollenden Steintüren verschlossen. Sie wurden wahrscheinlich erstmals von den Phrygern um das 8. Jahrhundert v. Chr. gegraben und von frühen Christen stark erweitert, die sie nutzten, um sich während der byzantinischen Zeit vor Überfällen zu verstecken. Mehrere Dutzend sind bekannt; zwei sind für Besucher eingerichtet.

Derinkuyu — die tiefste

Die tiefste ausgegrabene Stadt, die rund 60 Meter durch acht zugängliche Ebenen hinabreicht (weitere werden darunter vermutet). Sie konnte Tausenden von Menschen samt ihrem Vieh und ihren Vorräten monatelang Schutz bieten. Der Abstieg ist steil und dramatisch — vorbei an Ställen, einer Missionsschule, Kirchen und den schweren Steintüren, die jede Ebene verschlossen. Mehr über Derinkuyu →

Kaymaklı — die weitläufigste

Niedriger, aber weitläufiger, erstreckt sich Kaymaklı horizontal über vier offene Ebenen rund um einen zentralen Lüftungsschacht. Die Tunnel sind niedrig und eng, angelegt um die Brunnen und die gemeinschaftlichen Küchen und Ställe. Es ist im Allgemeinen ein einfacherer, weniger steiler Besuch als Derinkuyu. Mehr über Kaymaklı →

Welche sollten Sie besichtigen?

Wie besichtigen

Beide liegen etwa 30–40 km südlich von Göreme, nahe Nevşehir. Am einfachsten ist ein geführter „Green Tour“-Tagesausflug von Göreme, der meist eine unterirdische Stadt mit dem Ihlara Valley und dem Kloster Selime verbindet. Auf eigene Faust fahren Sie mit dem Auto oder Bus über Nevşehir; Tickets werden am Eingang verkauft.

Tipps vor dem Besuch

Häufig gestellte Fragen

Wie tief ist Derinkuyu?

Rund 60 Meter, über acht zugängliche Ebenen — die tiefste in Kappadokien geöffnete unterirdische Stadt. Tiefere Ebenen werden vermutet, sind aber nicht für Besucher zugänglich.

Wie alt sind sie?

Die frühesten Tunnel stammen möglicherweise von den Phrygern um das 8. Jahrhundert v. Chr.; frühe Christen erweiterten sie in der byzantinischen Zeit stark als Zufluchtsorte vor Überfällen.

Was ist besser, Derinkuyu oder Kaymaklı?

Derinkuyu ist tiefer und dramatischer; Kaymaklı ist weitläufiger und einfacher. Wenn Sie nur eine machen können, ist Derinkuyu die klassische; wenn Treppen oder enge Räume Sie beunruhigen, wählen Sie Kaymaklı.

Sind sie geeignet, wenn ich klaustrophobisch bin?

Sie sind stellenweise eng und niedrig. Kaymaklı ist sanfter, und Sie können auf jeder Ebene anhalten und umkehren — sehr klaustrophobische Besucher ziehen es aber vielleicht vor, die unteren Etagen auszulassen.

Wie komme ich von Göreme dorthin?

Etwa 30–40 km südlich. Die meisten nehmen eine geführte Green Tour, die eine unterirdische Stadt sowie das Ihlara Valley umfasst; auf eigene Faust fahren Sie über Nevşehir mit dem Auto oder Bus.

Kombinieren Sie es mit der Ihlara-Valley-Wanderung, sehen Sie alle historischen Stätten, oder fügen Sie es in eine 2–3-tägige Reiseroute ein.